Wie im Internet aus einem Wehwehchen eine tödliche Krankheit wird
Ein Phänomen was schon seit einer Weile bekannt ist: Im Internet finden sich unzählige Informationsportale zum Medizin und Gesundheit. Demzufolge informieren sich auch viele Menschen immer mehr zu Symptomen und möglichen Krankheiten. Das Problem bei der Geschichte ist jedoch folgendes: Ersten sind nicht immer alle Informationen von qualifizierten Ärzten verfasst, sondern von Redakteuren. Und zum anderen werden durch die "Patienten" selbst unqualifizierte Diagnosen gestellt. So wird aus einer harmlosen Symptomatik schnell eine tödliche Krankheit. Dafür gibt es bereits eine Bezeichnung: Cyberchondrie.

© Phu Son
Für den Hypochonder ist das Internet eine unerschöpfliche Quelle für neue Krankheiten und die Möglichkeit kleine Wehwehchen ins Unermessliche zu steigern. Denn der Hypochonder neigt dazu in seinen Selbstbeobachtungen die schlimmsten Diagnosen zu stellen. Dieses Phänomen hat der amerikanischen Mediziner Brian Fallon als Cyberchondrie popularisiert. Untersucht wurde das Ganze auch von Ryen W. White und Eric Horvitz, die die Ergebnisse ihrer Untersuchung bereits mehrfahc veröffentlich haben. Zuletzt in "Cyberchondria: Studies of the Escalation of Medical Concerns in Web Search".
Auch die EU und WHO initiierten eine Studie: "eHealth Trends in Europe". Demnach stieg die Zahl der Menschen, die sich medizinische Informationen aus dem Web besorgten von 42 Prozent in 2005 auf 52 in 2007. Vor allem Ärzte stöhnen unter dieser Entwicklung, denn immer mehr Patienten kommen mit unqualifizierten Vor-Diagnosen in die Sprechstunde oder stellen das fachmännische Urteil der Ärzte in Frage.
Comments
Leave a Reply
